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Erste Station

Marius • 5.Oktober, 2007 @ 02:31 • Abgelegt unter: Controlling / Logistik

Meine erste Aufgabe sollte also die Erstellung einer Personaldatenbank sein. Ziel war es, auf Knopfdruck die Mitarbeiterzahl des Geschäftsbereichs einschließlich der Werke und Regionalgesellschaften zu erhalten. Außerdem sollten verschiedene Auswertungen, wie z.B. nach der Funktion, möglich sein. Da ich im Studium nie mit Datenbanken zu tun hatte, war dieses Thema völliges Neuland für mich. Als erstes ließ ich mir von unserem Personalcontroller die Grundlagen des Personalcontrollings erklären. Andere Kollegen zeigten mir die Funktionsweisen von verschiedenen Datenbanken. Auf dieser Basis habe ich dann die Struktur der Personaldatenbank entworfen und in wöchentlichen Meetings mit meinem Chef schrittweise verfeinert. Der entscheidende Punkt für den Erfolg der Datenbank war die Kooperation der ausländischen Werke. Deshalb haben wir Netmeetings mit den jeweiligen Werkscontrollern durchgeführt, um sie von dem neuen Konzept zu überzeugen. Mittlerweile ist die Datenbank fertig und wird aktiv verwendet. Es ist echt motivierend zu sehen, wie dadurch Abläufe vereinfacht und die Transparenz erhöht werden konnten. Auch wenn die Datenbank bestimmt nicht mein Lieblingsthema für den Einstieg war, hat mir das Projekt im Nachhinein viel gebracht. Einerseits sind Datenbankkenntnisse sicher von Vorteil und andererseits habe ich so die organisatorische Struktur des Geschäftsbereichs sehr gut kennen gelernt.Meine zweite Aufgabe war die Koordination der Produktbereiche bei der strategischen Planung, die einmal jährlich im gesamten Bosch-Konzern stattfindet. Jeder Produktbereich (z.B. der Bereich Autoradios) erstellt eine Gewinn- und Verlustrechnung für die nächsten Jahre, die ich dann zu einer Geschäftsbereichsergebnisrechnung zusammengefasst habe. Außerdem habe ich Analysen zu einzelnen Themen, wie z.B. der Entwicklung bestimmter Kostenpositionen, durchgeführt. Der interessanteste Teil meiner Aufgabe war die Erstellung der Präsentation zur Geschäftsbereichsstrategie für unseren Bereichsvorstand. Zum einen war es spannend, sehr eng mit dem kaufmännischen Vorstand zusammenzuarbeiten und zum anderen habe ich so einen umfassenden Überblick über den gesamten Geschäftsbereich, einschließlich streng geheimer Details, erhalten.So, gleich werde ich mich in meinen ersten Urlaub seit Arbeitsbeginn verabschieden. Morgen geht’s für drei Wochen nach Thailand, wundert Euch also nicht, wenn Ihr eine Weile nichts von mir hört…

Permalink Kommentare

2 Antworten zu “Erste Station”

  1. Radin Hristov:
    24.Oktober, 2007 @ 10:10

    Hallo, Marius,
    es freut mich, dass auch Nicht-Informatiker mit Datenbanken konfrontiert werden und so diese spannende Technologie für sich entdecken können.
    Da ich bis jetzt schon einiges an Datenbankentwicklung betrieben habe, weiss ich, dass bevor man zu der tatsächlichen Implementierung des Schemas kommt, einige analytische Schritte durchlaufen muss, um feststellen zu können, dass die Tabellen auch in konsistenter Weise die einzelnen Informationen speichern - Sprichtwort “Normalisierung der Datenbankstruktur”. Solltest du bzw. wurde von deinem Betreuer verlangt, dass du dir dieses theoretische Fachwissen noch aneignest, oder war da eine Lösung nach dem Prinzip “Hauptsache es funktioniert” gewünscht?

  2. Marius:
    29.Oktober, 2007 @ 12:45

    Hallo Radin,

    danke für deinen Kommentar! Ich habe zu Beginn des Projektes mein Wirtschaftsinformatikbuch wieder hervorgeholt und mich ein bisschen mit der Theorie von Datenbanken beschäftigt. Dabei bin ich natürlich auch auf das Thema “Normalisierung” gestoßen und habe mir darüber Gedanken gemacht. Meinem Betreuer war sehr an einer pragmatischen und einfachen Lösung gelegen, da die Datenbank von verschiedenen Kollegen ohne fundierte Datenbankkenntnisse verwendet werden sollte. Es wurde erwartet, dass ich mich mit einigen Kollegen über die Vor- und Nachteile verschiedener Sofware sowie über die Struktur der Datenbank abstimme, nicht aber, dass ich mich im Detail mit der Theorie auseinandersetze (wie zum Beispiel bei einer Diplomarbeit).
    Viele Grüße
    Marius

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