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Station beim After-Sales-Service

Marius • 30.Oktober, 2007 @ 05:46 • Abgelegt unter: Controlling / Logistik

Ein Grundsatz des Traineeprogramms - und meiner Ansicht nach auch der Hauptvorteil gegenüber einem Direkteinstieg - ist die Tatsache, dass man während seiner Stationen auch Einblicke in andere Funktionsbereiche erhält. Seit etwa einem Monat bin ich im After-Sales-Service des Geschäftsbereichs Blaupunkt tätig. Der Service beschäftigt sich neben der Reparatur von Geräten auch mit der Ersatzteil- und Nachserienversorgung sowie der Schulung von Mitarbeitern an den verschiedenen Produkten. Eine Besonderheit von Blaupunkt ist, dass neben dem Erstausrüstungsgeschäft mit den Automobilherstellern auch das Handelsgeschäft, d.h. der Vertrieb von z.B. Autoradios über Einzelhändler an die Endverbraucher, eine große Bedeutung hat. Diese beiden Vertriebswege erfordern völlig unterschiedliche Serviceprozesse hinsichtlich der Logistik und kostenmäßigen Abwicklung. Dies führt zu sehr komplexen Strukturen und Abläufen innerhalb des Servicebereichs. Innerhalb meiner ersten Woche beim Service musste ich mir zunächst einen Überblick über den Bereich verschaffen. Dazu habe ich Gespräche mit verschiedenen Mitarbeitern geführt sowie Unmengen Präsentationen und Dokumente gesichtet. Schrittweise hat sich für mich somit aus vielen Fragezeichen ein stimmiges Gesamtbild der Serviceabläufe ergeben. Manchmal ist es zwar mühsam, immer wieder bei fast Null zu beginnen, aber dies ist nun mal die Herausforderung des Traineeprogramms. Außerdem lernt man so schnell verschiedene Unternehmensbereiche kennen.Meine erste Hauptaufgabe war die Projektkoordination zur Optimierung des Serviceprozesses für ein bestimmtes Produkt. Wie immer galt es zunächst, die Ausgangslage zu analysieren und transparent darzustellen. Dazu habe ich mir vom Verkauf die Vertriebsplanzahlen geben lassen und diese nach Regionen und Produktvarianten ausgewertet. Von der Qualitätssicherung habe ich die Hauptfehlerursachen erhalten und habe die Daten durch Gespräche mit Reparateuren verifiziert. Ein weiterer Bestandteil der Ist-Analyse war die Untersuchung der anfallenden Kosten aus der Garantieabrechnungssoftware. Die gesamten Daten habe ich dann auf einigen Folien zusammengefasst und meinem Chef vorgestellt, wobei schnell einige Verbesserungspotenziale deutlich wurden. Im nächsten Schritt werde ich gemeinsam mit den weiteren Projektbeteiligten diese Verbesserungshebel genauer untersuchen und kostenmäßig bewerten.

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2 Antworten zu “Station beim After-Sales-Service”

  1. Manu:
    21.November, 2007 @ 09:28

    Hallo Marius,

    vielen Dankf für deine Beschreibungen des Traineeprogramms. Ich habe selber die Möglichkeit bei Blaupunkt in H. anzufangen. Sicher eine sehr spannende Sache, mir stellt sich nur die Frage ob ich dann fest bei Blaupunkt bin, oder ob es den Fall gibt innerhalb des Traineeprogramms bzw. für die anschließende Planstelle zu einem Geschäftsbereich direkt bei Bosch zu gehen. Mein Eindruck bisher ist, dass ich dann schon sehr auf H. festgelegt bin.
    Wie siehst du das?

    Gruß
    Manu

  2. Marius:
    5.Dezember, 2007 @ 17:10

    Hallo Manu,

    alle Trainees haben einen Vertrag mit Bosch, und grundsätzlich steht einem auch nach dem Traineeprogramm die gesamte Bosch-Welt offen. Laut unserem Traineeleitfaden ist auch während des Traineeprogramms ein Geschäftsbereichswechsel vorgesehen. Was die Planstelle anbetrifft, so ist es sicher eher die Regel, in dem Geschäftsbereich seines Mentors anzufangen, da man dann auf sein Netzwerk, das man sich während des Programms aufgebaut hat, zurückgreifen kann.
    Wäre schön, Dich demnächst bei Blaupunkt zu begrüßen.
    Grüße aus Hildesheim,
    Marius

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