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Mentoring und Wechsel der Geschäftsbereiche
Nicole 1.November, 2007 @ 02:36 Abgelegt unter: Marketing / Vertrieb
Ein großer Vorteil des Traineeprogramms ist, meiner Ansicht nach, die hohe Managementattention innerhalb Bosch. Wie ich von Kommilitonen erfahren habe, gibt es einige Traineeprogramme bei denen man nach dem Programm einen ganz normalen Einstieg ins Unternehmen hat – ob man das Programm nun absolviert hat oder nicht. Bei Bosch ist das Traineeprogramm von Beginn an innerhalb des Unternehmens recht hoch angesiedelt, was nicht zuletzt dadurch zum Ausdruck kommt, dass jeder Trainee einen Mentor aus einer hohen Managementetage hat. Die Betreuung durch den Mentor gestaltet sich dann jedoch sehr unterschiedlich – abhängig vom Programm, Geschäftsbereich und natürlich auch der Person.
Zu Beginn des Programms – beim letzten Bewerbungsgespräch – habe ich meinen zukünftigen Mentor kennen gelernt. In einem ersten Gespräch nach der Einstellung war es mir wichtig seine Anforderungen an das Programm und natürlich auch an mich herauszufinden. Zugleich ist es äußerst interessant zu Erfahren wie seine bisherige Karriere verlaufen ist, warum er gewisse Schritte getan hat und was er mir mit auf den Weg geben möchte. Mein Mentor beispielsweise legt sehr viel Wert auf Vertriebserfahrung. Zum einen weil er aus dieser Richtung kommt und zum anderen weil dies die Basis für ein erfolgreiches Marketing ist. Ich habe mit meinem Mentor regelmäßig, am Ende jeder Station Rücksprache um meine Erfahrungen darzulegen und seinen Input zur weiteren Planung zu erfahren. Wie bereits gesagt – jeder Mentor handhabt den Umgang mit seinen Trainees etwas anders – aber da mein Mentor auch mal als Trainee seine Beruflaufbahn begonnen hat (damals nicht bei Bosch) kennt er unsere Sichtweise recht gut und weiß welche Art von Unterstützung für uns wichtig ist. Natürlich ist es auch immer hilfreich einen Mentor an der Seite zu haben, der solch tiefe Einblick in das Unternehmen hat uns über sein großes Netzwerk verfügt. Als Trainee hat man generell die Möglichkeit Erfahrungen in verschiedenen Geschäftsbereichen zu bekommen. Die meisten Trainees machen ihre letzte Station auf der Schillerhöhe – in der Zentrale. Dadurch dass mein Mentor auch in der Zentrale ist und keinem bestimmten Geschäftsbereich angehört hat er keine Präferenzen mir vorzugeben in welchen Bereich ich gehen sollte. Wir haben uns über seine Erfahrungen ausgetauscht, welche Geschäftsbereiche er gesehen hat und was er mit empfehlen würde, aber die Planung hat er nicht vorgegeben. Ich habe im Austausch mit anderen Trainees auch unterschiedliche Eindrücke bekommen und meine Vorstellungen mit ihm durchgesprochen. Mein Mentor unterstützt jedoch einen Wechsel um facettenreiche Einblicke in die Vielfältigkeit des Unternehmens zu bekommen. Mir persönlich ist ein solcher Wechsel wichtig um das Unternehmen kennen zu lernen und überhaupt einmal zu sehen welche Möglichkeiten bestehen später auf Planstelle (erste Station nach dem Programm) zu gehen. Einige Trainees, deren Mentor einem bestimmten Geschäftbereich angehört, machen jedoch auch 2 oder 3 Stationen innerhalb eines Bereiches was, in meinen Augen, abhängig vom Programm und auch der Größe des Bereiches, sehr sinnvoll ist.


2.November, 2007 @ 14:05
Hi Nicole,
nachdem ich nun meine Diplomarbeit über die Erfolgsfaktoren des Web 2.0 schreibe, ist es sehr interessant zu sehen, dass sich auch Bosch in diese Richtung öffnet.
Von Zeit zu Zeit werde ich mal wieder vorbeischauen und vielleicht sehen wir uns auch mal wieder.
Viel Erfolg noch!
6.November, 2007 @ 18:08
Hallo Dominik,
Danke - freut mich, dass du uns gefunden hast….
Wünsche dir viel Erfolg mit deiner Dipl. Arbeit.
Grüße
Nicole
7.November, 2007 @ 12:46
Hallo Nicole,
sehr interessant, deine Erfahrungen in diesem Blog zu lesen, tolle Sache!
Ich habe eine Frage, zu der es leider sehr schwer ist, gute Informationen zu finden, deswegen frage ich mal einfach hier. Und zwar betrifft es das Gehalt für einen Marketing-Trainee bei Bosch. Meine Frage ist: Ist dieses Gehalt von Bosch vorgegeben, oder ist es Verhandlungssache? Wird man im Interview gefragt, wie viel Geld man erwartet? Und: Gibt es Unterschiede zwischen den verschiedenen Trainee-Bereichen?
Ich weiß, es ist eine vielleicht etwas unangenehme Frage, aber irgendeine Information dazu wäre schon hilfreich…
Viele Grüße und alles Gute weiterhin!
7.November, 2007 @ 18:12
Hallo Jan,
Danke für deinen Input und das Interesse – das freut uns natürlich.
Ich hoffe jedoch, dass du Verständnis dafür hast, dass wir nicht über unser Gehalt sprechen, da es ja eine sehr private Angelegenheit ist.
Aber ich denke es ist kein Geheimnis zu erzählen, dass Bosch in einem Tarifvertrag ist - die tariflichen Gehälter also feststehen. Auch ist es meiner Erfahrung nach selbstverständlich, dass man sich vor einem Vorstellungsgespräch kundig macht und einen gewisse Gehaltsvorstellung hat um zum Einen zu zeigen, dass man sich mit der Branche und deren Rahmenbedingungen auseinandergesetzt hat (was mit Sicherheit auch ein persönliches Interesse von jedem darstellt, der sich auf einen Job bewirbt) und um auf eventuelle Fragen im Vorstellungsgespräch antworten zu können. Denn wenn wir mal ehrlich sind, das Thema ‚Gehalt’ ist ein Bestandteil jedes Jobs und beschäftigt alle (aber wie gesagt – hoffe, dass du Verständnis hast, dass wir darüber nicht mehr preisgeben).
Ich habe mich während meiner Bewerbungszeit mit engen Freunden darüber unterhalten um einen groben Eindruck zu erhalten und mich über Zeitschriften wie Spiegel und Fokus erkundigt, denn dort gibt es ja auch in regelmäßigen Abständen Artikel zu diesem Thema.
Von einer Bekannten habe ich erfahren, dass man sich als Student/ Jobsuchender bei ‚alma mater’ einschreiben kann und dort u.a. Einblicke in kostenlose und aktuelle Gehaltsstudien bekommt – ich habe es noch nicht ausprobiert, aber vielleicht ist das noch eine Anlaufstelle für mehr Informationen.
Beste Grüße
Nicole
13.November, 2007 @ 12:58
Hallo Nicole,
danke für den neuen Blog. Er hat all meine Fragen beantwortet. Beim Lesen ist mir aber ein neuer Gedanke gekommen und ich würde mich da wieder über deine Erfahrungen freuen
Ich habe die Schwerpunkte Marketing und Controlling im Studium gewählt und interessiere mich für das TP Marketing/Vertrieb. Ist es theoretisch möglich (auch wenn es ein separates TP Controlling gibt), z.B. eine Station im Controlling zu verbringen? Ich möchte später im Marketing arbeiten, aber gerne mal Controlling praktisch erleben.
Vielen Dank vorab für deine Hilfe!
Viele Grüße,
Marc
21.November, 2007 @ 09:46
Hallo Marc,
da würde ich mal sagen ‚machen wir das gar nicht so falsch’, denn neue Gedanken, die sich beim Blog-lesen hervortun, sind ja nicht so schlecht
…
Zur Frage bzgl. deiner Studienschwerpunkte und dem Traineebereich an dem du interessiert bist, würde ich dich gerne auf den ersten Blogeintrag von Marius (Bereich Controlling/ Logistik; ‚mein Start bei Bosch’, vom 1. Oktober) verweisen, denn er hatte im Studium auch einen anderen Schwerpunkt als jetzt im Traineeprogramm bei Bosch.
Es gibt Trainees (meines Wissens nach ein paar Wenige), die eine Station in einem anderen Bereich (nicht ihr Programmschwerpunkt) machen – jedoch kommt es darauf an ob eine solche Station auch Sinn macht. Das ist wiederum abhängig von der gesamten Planung und davon was du aus dem Programm mitnehmen möchtest und wo du dich später siehst.
Wenn ich jetzt von meiner Programmplanung ausgehe, habe ich durch die Bereiche Marketing und Vertrieb bereits einen sehr facettenreichen Einblick in das Unternehmen. Da ich auch in diesem Bereich bleiben möchte, bevorzuge ich das Unternehmen von dieser Seite so ausführlich wie möglich kennen zu lernen – nicht zu letzt um für mich persönlich herauszufinden in welchen Bereich ich dann auf Planstelle gehen möchte. Und ich kann dir sagen – 2 Jahre hören sich vielleicht recht lange an (zumindest ging es mir so – in Anbetracht der Tatsache dass ich vorher max. 6-monatige Praktika gemacht habe) aber diese 4 bis 6 Stationen gehen so schnell vorbei, dass man sich doch recht gut einteilen sollte was genau man in einem solch vielfältigen Unternehmen mitnehmen möchte.
Das war mal wieder keine eindeutige Antwort
aber ich hoffe die Zeilen spiegeln wieder, dass die Planung unserer Programme sehr individuell und unterschiedlich gestaltet ist und zu deiner Frage: ‚…ist es möglich?’ Kann ich nur antworten: möglich schient es zu sein.
Falls noch weitere Gedanken bei dir auftauchen sollten– jederzeit gerne!
Beste Grüße
Nicole