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Trainee am Band
Tobias 2.Dezember, 2007 @ 10:37 Abgelegt unter: Informationstechnik
Nachdem ich in den letzten Wochen ziemlich beschäftigt war und keine Zeit für den Blog hatte, will ich heute über meinen Werkseinsatz schreiben. Jeder Trainee, der sonst wenig mit der Produktion in Kontakt kommt, sollte während seiner ersten Stationen einen Abstecher in die Produktion machen. Da es bei mir in den ersten sechs Monaten damit nicht geklappt hat, absolviere ich jetzt, kurz vor Ablauf meiner zweiten Station einen zweiwöchigen Werkseinsatz in Feuerbach. In der Abteilung in der ich eingesetzt bin werden Einspritzpumpen hergestellt. Schon nach einer Woche habe ich dabei viele neue Erfahrungen sammeln können:
Zunächst einmal wird im Werk im Schichtbetrieb gearbeitet, damit die teuren Produktionsanlagen besser ausgelastet sind, was für einen Angestellten wie mich schon eine ziemliche Umstellung darstellt. In den zwei Wochen bin ich durchgehend in der Frühschicht (6-14 Uhr) eingesetzt. Also mühte ich mich letzten Montag um 5 Uhr aus dem Bett zu meiner ersten Schicht. Nach einer kurzen Einführung durch den stellvertretenden Meister durfte ich mich den ersten Tag direkt am Band austesten. Es ist schon faszinierend zu sehen wie viele Tätigkeiten heute schon komplett von Automaten ausgeführt werden können. Daneben gibt es allerdings noch immer viele Stationen die von Menschen bedient werden müssen. Meist sind die Handgriffe an den Stationen gar nicht so einfach, so dass es einige Stunden dauerte, bevor ich eine vernünftige Geschwindigkeit erreicht habe, die dann noch immer einiges von der Geschwindigkeit der festangestellten Arbeiter entfernt war.
Nachdem ich zwei Tage direkt am Band eingesetzt war, habe ich den Rest der Woche in der Fertigungsplanung verbracht. Das Büro liegt direkt neben der Werkstatt mit dem Fließband, was auch nötig ist, da man bei Störungen sofort eingreifen muss.
Dabei habe ich die Prinzipien des „Bosch Produktion System“ zum ersten Mal in Aktion kennengelernt. Viele Dinge sind hierbei vom Toyota-Produktionssystem abgeleitet worden. Außerdem war es in dieser ersten Woche sehr lehrreich für mich zu sehen, wie hoch die Qualitätsansprüche von Bosch in der Fertigung sind. Ziel ist dabei stets der 0-Fehlerfall, der bei den komplizierten Prozessen nur mit hohem Aufwand erreicht werden kann.
Aber jetzt genug für heute, liebe Leute. Schließlich muss ich morgen wieder früh aufstehen. Mehr News aus der Fertigung gibt’s dann nächste Woche… ![]()

