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Wirtschaftsplan beim Service

Marius • 17.Dezember, 2007 @ 09:59 • Abgelegt unter: Controlling / Logistik

Eines der Themen, das ich zurzeit im Produktbereich Service von Blaupunkt bearbeite, ist die Optimierung des Planungsprozesses. Einmal jährlich erstellt jeder Bosch Geschäftsbereich seinen Wirtschaftsplan (Wipl). Dabei handelt es sich um eine komplette Gewinn- und Verlustrechnung mit Planwerten für die nächsten drei Jahre. Ziel ist es, Abweichungen frühzeitig zu erkennen und außerdem die Grundlage für die Ergebnisrechnung in SAP zu legen.

Da die Wirtschaftsplanung eines der zentralen Themen im Controlling ist und sich jeder Controlling-Mitarbeiter über mehrere Monate im Jahr damit beschäftigt, will ich etwas genauer darauf eingehen. Die Grundlage für den Wipl legt der Vertrieb, der die Absatzzahlen für alle herzustellenden Produkte plant. Diese Absatzzahlen werden dann auf die Werke verteilt, die daraufhin ihre Herstellkosten und Investitionen bestimmen. Parallel dazu werden Gemeinkosten wie Entwicklung, Vertrieb und Verwaltung geplant. Natürlich gibt es bei diesem Vorgehen mehrere Iterationen; Zwischenstände werden dem Bereichsvorstand präsentiert, der dann wieder Änderungen vorgibt. Als Trainee bei der Wirtschaftsplanung mitzuarbeiten gibt einem die Möglichkeit, sehr schnell einen umfassenden Überblick über den Geschäftsbereich zu erhalten, da das Controlling die gesamte Koordination übernimmt. Insgesamt handelt es sich um einen sehr komplexen Prozess, von dem ich bisher nur die Grundlagen mitbekommen habe.

Da der Produktbereich Service eine Vielzahl an Ersatzteilen sowie Produkte, die schon seit einigen Jahren nicht mehr gefertigt werden, an seine Kunden ausliefert, hat er ein wesentlich umfangreicheres Produktspektrum als ein „normaler“ Produktbereich wie zum Beispiel Radio. Dadurch gestaltet sich auch der Planungsprozess erheblich komplexer. Ziel meines Projektes ist es, alternative Planungssystematiken zu entwickeln, zu bewerten und anschließend dem Bereichsvorstand eine Entscheidungsvorlage zu präsentieren. Dazu habe ich zusammen mit der zuständigen Controllerin einige Prozessalternativen entworfen, die wir morgen in einem Workshop mit den Service-Abteilungsleitern detaillieren und beurteilen.

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