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Endspurt und dann ab in die Sonne…

Katrin • 21.Januar, 2009 @ 12:19 • Abgelegt unter: Controlling / Logistik

Hallo liebe Blog-Leser, 

zunächst einmal wünsche ich Euch allen ein frohes, neues und gesundes Jahr 2009. 

Das abgelaufene Jahr war für mich sehr spannend. Im April habe ich mit dem Trainee-Programm für Logistik und Controlling bei Bosch begonnen und arbeite nun schon seit 9 Monaten und zwei Stationen. Puh, wie die Zeit rennt…  

Da auch das Unternehmen Bosch nicht ganz von der Wirtschaftskrise verschont geblieben ist, sind meine Weihnachtsferien etwas länger ausgefallen. Schon eine Woche vor Weihnachten hatten wir hier in Blaichach den letzten Produktionstag und bedingt durch den Feiertag „Heilige Drei Könige“ haben wir im Januar auch erst spät angefangen und ich hatte mehr als drei Wochen frei. 

Gleichzeitig mit dem Jahresbeginn geht es für mich in den Endspurt meiner zweiten Station. Im Werk Blaichach arbeite ich in der Werkslogistik und bearbeite hier ein Projekt, in dem es um die Umsetzung des BPS geht (BPS: Bosch-Produktions-System). Ziel des BPS ist es, schlanke Liniengestaltung, niedrige Bestände und Kosten mit trotzdem hervorragender Qualität und pünktlichen Lieferungen zu verbinden. Zur Umsetzung des BPS gibt es verschiedene Instrumente die in den verschiedenen Produktionswerken von Bosch angewandt werden. 

Das Werk Blaichach ist führend bei der Umsetzung von BPS, und hat in diesem Bereich bereits viele der jährlich ausgeschriebenen BPS-Awards gewonnnen. Daher war es mein Wunsch „Best Practice“ in diesem Bereich „am eigenen Leib“ zu erfahren und eine Station hier zu absolvieren. (Ganz nebenbei liegt das Werk nur 20 km nördlich von Oberstdorf ideal für den einen oder anderen Ski-Ausflug am Wochenende ;-) 

Meine Aufgabe ist es, die Umplanungen der Produktionssteuerung zu analysieren und Verbesserungsvorschläge zu erarbeiten. Das Produktionsprogramm der Endmontage wird für die kommenden Wochen fein geplant, so dass sich alle Vormontagen und auch die Beschaffung auf das Produktionsprogramm einstellen können. So werden unter anderem die Maschinenbelegung und auch der Bestand an Komponenten danach geplant, welche Verbräuche durch die Endmontage geplant sind. Durch verschiedene Einflüsse, wie z.B. Kundenabrufschwankungen oder technische Probleme, kann eine kurzfristige Umplanung der Endmontage notwendig sein. Diese Umplanungen führen zu Mehraufwand in der gesamten Supply Chain oder sogar zu fehlenden Komponenten bzw. für die Produktionsmengen zu hohem Bestand. 

Für die Analyse dieser Umplanungen habe ich während meiner Station ein Excel-Tool entwickelt, das die Produktionspläne zu verschiedenen Zeitpunkten miteinander vergleicht. Damit kann ich kritische Umplanungen erkennen. So können im sogenannten PDCA-Zyklus (Plan, Do, Check, Act) die Ursachen der Abweichung analysiert, und nachhaltige Maßnahmen definiert werden, damit diese Abweichungen in Zukunft nicht mehr auftreten. Die Grenze zwischen kritischer und unkritischer Umplanung ist allerdings sehr schwer fassbar und so hat sich die Definition dieser Grenze als besondere Schwierigkeit dieser Aufgabe herausgestellt. Die Einflussgrößen eines solch komplexen Systems sind vielfältig und ich lerne beinahe täglich neue Einflussgrößen kennen! In den letzten Wochen geht es für mich noch darum die Excel-Auswertung in das Planungs-System zu integrieren und Umplanungen damit für alle transparent zu machen und die Erkenntnisse, die ich gesammelt habe, zu übergeben. Insgesamt habe ich viel über die Zusammenhänge gelernt und kann so viele gute neue Erfahrungen in meine weiteren Stationen mitnehmen.  

Ende Januar mache ich mich auf den Weg nach Spanien in meine nächste Station. Die Station wird also nicht nur fachlich eine interessante Herausforderung, auch sprachlich und kulturell wird es nicht leicht. Mein Spanisch ist bisher noch sehr dürftig, obwohl ich mein Seminarbudget für Sprachen, das jedem Trainee zur Verfügung steht, ausgenutzt habe. Ich hoffe, dass das besser wird, wenn ich erst einmal vor Ort in der Sonne bin ;-) 

Also: „Hasta pronto“ und „Adios”! In meinem nächsten Blog kann ich Euch schon von meinen ersten Erfahrungen in Espana berichten. 

Eure Katrin

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