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Konnichiwa Tokyo!
Julia 2.Februar, 2009 @ 03:21 Abgelegt unter: Personal
Liebe Blogger,
nun ist schon mein erster Monat in Japan vorbei, wie schnell die Zeit vergeht… Das spricht aber auch dafür, dass ich mich gut eingelebt habe und mich wohl fühle! Japan und seine Menschen sind einfach sehr, sehr freundlich und nett. Und mal davon abgesehen befinde ich mich in einer unglaublich lebhaften und spannenden Stadt!
Gerade sitze ich in meinem kleinen Appartment, welches Bosch für mich organisiert hatte. Überhaupt war die Vorbereitung meiner Reise wirklich vorbildlich. Von der Ticketbuchung über die Beantragung meiner Arbeitserlaubnis, die Wohnung, einige Dinge, die ich per Luftfracht nach Japan schicken durfte, und dem Internet - um nichts musste ich mich kümmern. Und nun wohne ich also ca. 25 Minuten von Shibuya entfernt, einem der absoluten Inn-Vierteln der Stadt. In Shibuya befindet sich auch Bosch, in einem großen, modernen Gebäude mit immerhin 17 Stockwerken. Von meinem Platz aus habe ich eine wunderschöne Sicht auf die Skyline Tokyos, und wenn wir Glück haben und der Smog einmal nicht so über der Stadt schwebt, dann können wir sogar den Fuji-san sehen…
Meine Kollegen und Kolleginnen haben mich unglaublich herzlich aufgenommen. Auf Grund der Tatsache, dass die meisten Englisch und einige sogar sehr gut Deutsch sprechen, ist die Verständigung überhaupt kein Problem. Im Gegenteil, es führt dazu, dass ich meine mühsam erarbeiteten Japanischkenntnisse (ebenfalls eine von Bosch übernommen Leistung, die ich in Deutschland in Anspruch genommen hatte) praktisch noch nicht anwenden “musste”, zumindest nicht beim Arbeiten
Meine Abteilung nennt sich ”HRC Japan”, was für Human Resources Country steht. Es ist also die zentrale Personalabteilung für Japan (quasi jedes Land hat bei Bosch eine solche Einheit). Die HRC übernimmt viele Koordinationsaufgaben, übt Governancefunktionen aus und ist das Bindeglied zwischen den Personalabteilungen der Standorte (die HRLs, von denen habe ich in meinem letzten Beitrag berichtet), der Zentrale in Deutschland und den verschiedenen Geschäftsbereichen bei Bosch. Somit habe ich nun nach meiner Station in Schwieberdingen in der HRL und danach bei der Station auf der Schillerhöhe in einer Corporate Abteilung eine weitere “Personalinstitution” kennen gelernt.
Im Prinzip konnte ich, und dafür bin ich meinem Chef sehr dankbar, gleich in der ersten Woche mit den Aufgaben loslegen. In den nächsten Monaten werde ich mich der Frauenförderung in Japan und eben speziell bei Bosch widmen und zusammen mit den Kollegen ein internes, auf Wissentransfer ausgerichtetes, internationales Förderprogramm konzipieren. Während die Frauenförderung sehr, sehr viel Recherearbeit beinhaltet (Statistiken zu Demographischem Wandel, Arbeitsmarktdaten, Frauen im Arbeitsleben, z.B. Führungspositionen usw. ), werde ich bei meinem zweiten Thema viel Kontakt zu Personalern in ganz verschiedenen Ländern haben. Insofern lerne ich ein unglaublich breites Spektrum an Aufgaben kennen und kann meine Kontake weiter ausbauen. In jedem Fall wird diese Station von Projektarbeit im internationen Umfeld geprägt sein und damit eine ganz andere Seite der Personalpolitik aufweisen… Und das zeigt mir ein weiteres Mal, wie unglaublich vielfältig und facettenreich das Traineeprogramm aufgebaut ist!
Sobald ich meine Aufgaben etwas Genauer greifen kann, werde ich mehr berichten, versprochen!
Bis dahin wünsche ich euch eine gute Woche!
Beste Grüße,
Julia

