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Ein Hoch auf Outlook…
Katrin 12.März, 2009 @ 09:38 Abgelegt unter: Controlling / Logistik
…denn sonst würde ich sicher bei dem Stress hier nicht so regelmäßig daran denken, zu posten. Das liegt zum einen sicher an den vielen neuen Eindrücken, die eine neue Station und dazu noch eine Auslandsstation mit sich bringt und zum anderen an den vielen Aufgaben, die ich hier mittlerweile habe. Und um es kurz auf den Punkt zu bringen: Ich mache eigentlich Alles, was etwas mit Logistik zu tun hat. Klar, bei den einen mehr und bei den anderen weniger, aber prinzipiell bekomme ich in dieser Station einen super umfassenden Einblick in die Logistik dieses Werkes.
Auf der einen Seite kann ich meine bisherigen Erfahrungen mit dem Bosch-Produktions-System (BPS) einbringen und auf der anderen lerne ich viele neue und spannende Bereiche kennen.
Zu Beginn meiner Station habe ich zum Beispiel ein sehr interessantes Projekt begonnen. Die Anbindung eines Lieferanten an zwei Werke des Geschäftsbereiches SG. Der Lieferant ist ein interner Lieferant, das heißt ein anderes Bosch-Werk. Das Werk in Feuerbach liefert Klauenpole an die Werke Cardiff (Wales) und Treto (Spanien).
Ziel des Projektes ist es, die Versorgung mit Material aus dem Lieferwerk so zu steuern, dass der Bestand definiert und auf den Bedarf angepasst, also verbrauchsgesteuert, ist. Das bedeutet, dass wir in Spanien einen so genannten Supermarkt aufbauen und beim Lieferwerk nur die Mengen bestellen die vorher verbraucht wurden. Der Bestand, den wir in diesem Supermarkt haben müssen, um die Versorgung der Montage zu garantieren, berechnet sich aus verschiedenen Faktoren, wie z.B. dem durchschnittlichen Bedarf, dem Maximalbedarf in der Periode und der Zeit, die benötigt wird um das entnommene Material zu ersetzen. Darüber hinaus müssen für ein solches Anbindungskonzept weitere Punkte, wie Transportkonzept und –steuerung, Leergutsteuerung und ein Eskalationskonzept erarbeitet werden. Die besondere Herausforderung dieses Projektes ist es, die unterschiedlichen Anforderungen der verschiedenen Werke in den verschiedenen Ländern zu koordinieren und in einem gemeinsamen Konzept zu vereinbaren.
Eine weitere für mich persönlich große Herausforderung ist das koordinieren von drei verschiedenen Sprachen in meinem Kopf. Für viele von Euch ist das sicher kein Problem, aber ich bin derzeit so konzentriert auf das Erlernen von Spanisch (und mein Spanisch muss noch dringend weiter verbessert werden), dass es mir ab und an passiert, dass mir die einfachsten Wörter auf Englisch nicht mehr einfallen wollen. Da fühlt man sich manchmal echt etwas „sprachlos“…
Und Outlook erinnert mich schon wieder an meinen nächsten Termin…
Viele Grüße aus der Sonne
Katrin

