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Wann kommt er denn endlich…
Katrin 25.Mai, 2009 @ 11:17 Abgelegt unter: Controlling / Logistik
Hallo liebe Blog-Leser,
heute gibt es mal wieder einen kleinen Einblick in meine aktuellen Aufgaben: Zeitfenster. Ziel des Projektes ist es mit den Spediteuren, die bei uns die Fertigwaren abholen, Zeitfenster, also fixe Termine zu denen Sie die Ware abholen, zu vereinbaren, diese zu optimieren und zu verfolgen. Zum Einen ist es wichtig zu wissen, wann der LKW kommt, damit wir rechtzeitig die Ware mit allen Papieren vorbereiten können, zum Anderen ist es zur Arbeitsorganisation wichtig, die Belastung und Verlademenge über den Tag zu verteilen. Zudem haben wir in Treto nur zwei Rampen zur Verladung und somit sind die Schlangen vor dem Tor zu Stoßzeiten lang und die LKWs warten teilweise viele Stunden.
Zu Beginn des Projektes habe ich die aktuellen Ankunftszeiten der LKW aufgenommen, und diese auf einem großen Plakat dargestellt. So konnte man gut die Stunden mit vielen LKWs und somit hoher Arbeitsbelastung des Versands sehen.
In dieser Darstellung haben wir die Verladezeiten solange verschoben, bis wir ein für uns optimales Bild der Verladezeitfenster hatten. Diese sind für jeden Spediteur und Kunden festgelegt und betragen in der Regel ca. 1 Stunde.
Die anschließenden Gespräche mit den Spediteuren verliefen mit sehr unterschiedlichem Erfolg:Im Besten Fall wurden unsere Vorschläge akzeptiert, einige hatten andere Zeitfenster-Vorschläge und einige waren gar nicht bereit, irgendein Zeitfenster zu akzeptieren.Mit den meisten konnten wir im Dialog ein Zeitfenster fixieren, unsere härtesten „Problemfälle“ haben mich aber auch dazu gebracht, mal ein wenig tiefer in die Vertragsgrundlagen mit Kunde und Spediteur zu schauen, was für mich noch totales Neuland war.Die so vereinbarten Zeitfenster und die tatsächlichen Ankunftszeiten der LKW werden jeden Tag in eine Verfolgung eingetragen, anhand derer wir täglich in einer kurzen Besprechung über die Einhaltung der Zeitfenster und aktuelle Probleme diskutieren.
Natürlich lässt die Einhaltung der Zeitfenster kurz nach der Einführung noch ein wenig zu wünschen übrig, für meinen „deutschen“, doch überwiegend pünktlichen Charakter, sind noch viel zu viele rote Markierungen in der Verfolgung. Aber man bemerkt einen Fortschritt, mit einigen LKWs funktionieren die Zeitfenster schon sehr gut und mit der Zeit werden die grünen Flecken mehr. Es ist immer ein gutes Gefühl, wenn man einen Erfolg bei seiner Arbeit sieht.
Wie Ihr seht sind meine Projekte in der Logistik sehr breit gestreut und umfassen das gesamte Spektrum des Value-Streams, von Lieferant bis Kunde. Das macht in meinen Augen das Trainee-Programm in der Logistik sehr facettenreich und interessant.
Bis bald
Katrin

