Erste Erfahrungen aus Brasilien
Stefano 13.November, 2008 @ 04:36 Abgelegt unter: Technischer Vertrieb
Hallo Liebe Leser,
Nach mittlerweile fast 4 Wochen in meiner neuen Heimat Brasilien wird es nun endlich mal Zeit hier wieder ein paar Zeilen zu hinterlassen. Seit dem 15. Oktober arbeite ich jetzt bei Bosch im Campinas im Geschaeftsbereich AA (Automotiv Aftermarket), genauer gesagt im Vertrieb fuer Industriekunden.
Nach den verschiedene Staionen im Automobilbereich ist es sehr interessant nun auch mal Kunden aus der „Industrie“ zu erleben. Waehrend man im Vertrieb fuer einen Automobilhersteller nur wenige Kunden (1 oder 2) mit wenigen Produkten betreut, werden hier im I-Business (Industrial Business) viele verschiedene Kunden mit dem gesamten Produktportfolio versorgt.
In den ersten beiden Wochen hier in Campinas war mein Kalender vollgestopft mit Terminen. In erster Linie Meetings mit den Kollegen aus den verschiedenen Abteilungen, aber auch mit Besuchen bei den verschiedenen Kunden die unsere Produkte aus dem Automobilbereich in unterschiedlichster Art und Weise verwenden. Dazu gehoeren so interessante Anwendungen wie Elektromotoren aus dem Automobilbereich die z.B. als Antrieb fuer Zahnarztstuhele eingestez werden.
Neben der Arbeit kommt die Freizeit natuerlich auch nicht zu kurz. In der Zeit die ich hier bin moechete ich so viel wie moeglich Reisen und das Land kennen lernen. Da trifft es sich gut, dass Stefan, ein weiterer Trainee aus Deutschland ebenfalls hier ist. An meinem ersten Wochende hier sind wir mit einigen anderen Kollegen nach Guarujá ans Meer gefahren. Und diesen Samstag werden wir São Paolo erkunden.
Soviel an dieser Stelle, weitere Erfahrungen folgen.
Neues aus dem Technischen Vertrieb
Stefano 26.Mai, 2008 @ 01:28 Abgelegt unter: Technischer Vertrieb
Nach nun fast 5 Monaten ist meine Zeit bei AE-DA Ende dieser Woche abgelaufen! Ich finde es immer wieder erstaunlich, wie schnell die Zeit vergeht und wie “kurz” sich ein paar Monate anfühlen. Auf der einen Seite bin ich ein wenig traurig, da ich hier unheimlich nette und hilfsbereite Kollegen verlassen muss. Anderseits freue ich aber auch auf die neuen Aufgaben und Erlebnisse die mich in der Nachfolgestation erwarten.
Neben den Vorbereitungen zur Übergabe meiner Themen an meinen Nachfolger, habe ich in den letzten Wochen noch zwei unheimlich interessante Seminare besucht. Zum einen ein Verkaufsseminar, bei dem wir in verschiedenen Rollenspielen und Praxisbeispielen kritische Situationen durchgespielt haben. Zusätzlich ein Seminar über Methoden des Qualitätsmanagement bei Bosch. Besonders das “Qualitäts-Seminar” war unheimlich spannend da der Referent ein altgedienter Bosch’ler war. Er konnte daher mit vielen Praxisbeispielen aus seiner Erfahrung den eher trockenen Stoff auflockern.
Wie in meinem letzten Beitrag versprochen, an dieser Stelle nun ein paar Neuigkeiten zu meinem weiteren “Werdegang” im Traineeprogramm. Wie bereits angekündigt, werde ich ab 01.06. für drei Monate im Zentraleinkauf für elektronische Bauteile und Komponenten arbeiten. Dort werde ich die Kollegen in erster Linie im Tagesgeschäft unterstützen. Ich denke dies wird besonders spannend da dort die Jahrespreisverhandlungen mit unseren Lieferanten anstehen. Als Praktikant hatte ich bereits das Glück meinen damaligen Betreuer bei den Jahrespreisverhandlungen mit einem Kunden unterstützen zu dürfen, umso mehr freue ich mich jetzt einmal die “die andere Seite” zu erleben.
Auch mit Blick auf die Auslandsstation gibt es Neuigkeiten. Die ersten Gespräche habe ich ja bereits geführt. Wenn alles klappt werde ich ab Herbst für ein halbes Jahr in Brasilien arbeiten. Welche Aufgaben der Projekte ich dort übernehme werde ist noch nicht abschließend geklärt, ich freue mich aber schon unheimlich auf eine spannende Zeit in Südamerika!
Serienänderungen, Angebote, Planung & “Ein Verkäufer will in den Einkauf”
Stefano 21.April, 2008 @ 03:21 Abgelegt unter: Technischer Vertrieb
Hallo liebe Leserinnen und Leser,
mit Erschrecken musste ich gerade feststellen, dass knapp anderthalb Monaten seid meinem letzten Beitrag vergangen sind. In dieser Zeit ist unheimlich viel passiert, sowohl im geschäftlichen als auch im privaten Bereich. Als erstes vielleicht einen kurzen Abstecher in mein Privatleben, Ende März bin ich endlich nach Stuttgart gezogen, damit hat sich mein Arbeitsweg von ca. 1,5 Stunden auf knapp 10 Minuten reduziert. Der Umzug, die Renovierung und alle damit verbundenen Behördengänge und Ummeldung sind auch der Grund, warum ich kaum noch ans bloggen gedacht habe.
Auch auf der Arbeit ist eine Mengen passiert. In erster Linie habe ich in den letzten anderthalb Monaten verschiedene Serienänderungen für FIAT koordiniert. Zudem musste ich gemeinsam mit meinen Kollegen ein neues Angebot für ein Nachfolgeprojekt erstellen. Anfang Mitte April haben wir dann auch noch die Planung für die nächsten Jahre abgeschlossen. Bei einer solchen Planung, werden alle alten und neuen Produkte und Projekte durchgesehen, auf diesem Weg können Änderung in bestehenden Projekten erfasst und Kapazitäten für potentielle neue Projekte bereitgestellt werden. Eine sehr zeitaufwendige aber durchaus notwendige und sinnvolle Prozedur.
Da meine Zeit hier bei Automotive Electronics sich langsam dem ende zuneigt, habe ich mich nebenher noch mit der Such eine Nachfolgestation beschäftigt. Wen alles so klappt wie es geplant ist, werde ich ab Anfang Juni im Zentraleinkauf für elektronische Komponenten und Bauteile arbeiten. Es war/ist ein großer Wunsch von mir, neben der Verkaufsseite auch mal den Einkauf zu erleben. Im Anschluss an diese „Einkaufsstation“ ist mein Auslandsaufenthalt geplant, daher laufen auch hier bereits die ersten Gespräche. Davon aber mehr in meinem nächsten Beitrag.
Erweitertes Aufgabenspektrum
Stefano 6.Februar, 2008 @ 05:34 Abgelegt unter: Technischer Vertrieb
Hallo Liebe Leserinnen und Leser,
nachdem ich in meinem letzten beiden Beiträgen fast ausschließlich von den unangenehmen und zeitraubenden Begleiterscheinungen des Stationswechsels geklagt habe, sollte ich heute wohl mal wieder etwas aus dem Tagesgeschäft berichten. Der erste Monat am neuen Standort ist wie im Fluge vergangen, und ich bin immer wieder erstaunt, wie schnell die Zeit “dahinfliegt” wenn man mit interessanten Themen beschäftigt ist.
Die größte Neuigkeit die es zu berichten gibt, ist die Tatsache, dass mein Aufgabenspektrum im Vergleich zum letzten Bericht etwas angewachsen ist. Zusätzlich zu der Betreuung des FIAT Accounts unterstütze ich mittlerweile auch die Kollegen die PSA (Peugeot & Citroen) und kümmere mich um Aftermarket Themen. Insbesondere Letztere finde ich besonders interessant da sich die Rahmenbedingungen am Aftermarket logischerweise stark von denen im Erstausrüstungsgeschäft unterscheiden.
Wenn ich Rückblickend die Arbeit in der Zentrale bei C/AS und die Tätigkeiten hier im GB vergleiche, ist der deutlichste Unterschied die Halbwertzeit der einzelnen Themen. Während die eher strategischen Fragestellungen die mir in der Zentralabteilung begegnet sind, oft über einen längeren Zeitraum bearbeitet wurden, ist das operative Tagesgeschäft bei AE deutlich schnelllebiger und nur schwer vorherzusehen. Oft kommt es vor, dass man morgens ins Büro kommt und völlig unerwartet Themen oder Fragestellungen auftauchen mit denen man überhaupt nicht gerechnet hat. Hier gilt es dann möglichst flexible zu reagieren und den bereits geplanten Tagesablauf an die neuen Gegebenheiten anzupassen.
Soviel für Heute, ich werde mich dann mal wieder an die Arbeit machen und hoffen, dass nicht noch etwas Unerwartetes passiert und meine Planung über den Haufen schmeißt.
Einarbeitung am neuen Standort
Stefano 18.Januar, 2008 @ 03:23 Abgelegt unter: Technischer Vertrieb
So, nachdem jetzt (fast) alle mit dem Stationswechsel verbundenen Formalitäten erledigt sind, möchte ich Euch nicht länger auf meinen Bericht warten lassen.
Die ersten zwei Wochen hier in Leonberg sind ziemlich schnell vergangen. Die meiste Zeit habe ich damit verbracht mich in die neuen Themen einzulesen und die unterschiedlichen Einarbeitungs- und Trainingsvorträge zu besuchen. Vor allem diese Trainingsmaßnahmen haben mir sehr geholfen einen Überblick und vor allem Einblick in die Technik der Produkte zu erhalten, die ich in den nächsten fünf Monaten betreuen werde. Zudem ist es natürlich auch unheimlich spannend Produkte wie ACC (Adaptive Cruise Control) einmal live zu erleben.
Neben dem bereits beschriebenen “Tagesgeschäft” beschäftigte ich mich zurzeit noch mit der Organisation des nächsten TV Integration Weekend. Gemeinsam mit einem Trainee-Kollegen der derzeit in der Entwicklung arbeitet, sind wir auf der Suche nach einem Reiseziel das sowohl aus automobiltechnischer als auch kultureller/freizeittechnischer Sicht Anreize bietet. Im Idealfall sollte man dieses Ziel auch noch günstig und schnell erreichen können. Momentan befinden wir uns noch in der Findungsphase, konstruktive Vorschläge sind also jederzeit willkommen!
Wie Ihr seht, Langeweile oder Eintönigkeit kommen im Trainee-Leben nicht auf! In diesem Sinne wünsche ich Euch ein schönes Wochenende!
ALLES NEU IM NEUEN JAHR!
Stefano 9.Januar, 2008 @ 12:44 Abgelegt unter: Technischer Vertrieb
Hallo zusammen, Euch allen ein Frohes und erfolgreiches Jahr 2008. Getreu der Überschrift habe ich im neuen Jahr meine Stationswechsel vollzogen. Seit Montag ist mein Winterurlaub wieder vorbei und ich habe meinen neuen Arbeitsplatz bei AE-DA (Automotive Electronics – Driver Assistance) am Standort Leonberg in Beschlag genommen. Der Produktbereich entwickelt Fahrerassistenzsysteme. Fahrerassistenzsysteme unterstützen und entlasten den Fahrer bei bestimmten Fahrmanövern und erhöhen damit den Komfort und vor allem die Sicherheit. Solche Systeme sind zum Beispiel der Parkpiloten (PP) oder Einparkhilfen sowie Adaptive Cruise Control (ACC). Wie bereits in einem meiner vorherigen Beiträge berichtet, werde ich mich in dieser Station in erster Linie im Verkauf für den Kunden Fiat arbeiten. Besonders spannend ist, dass AE-DA kurz vor Ende des Jahres den Zuschlag für ein neues Projekt mit FIAT erhalten hat. Durch diesen glücklichen Umstand habe ich die Gelegenheit neben der Serienbetreuung auch an den ersten Phasen eines Neuprojekts mitzuwirken. Im Augenblick kämpfe ich noch ein wenig mit den unangenehmen und zeitraubenden Begleitumständen des Wechsels. Es ist schon erstaunlich was neben Umstellung des IT-Accounts und der Einrichtung des neuen Arbeitsplatzes noch alles beachtet und organisiert werden muss! Soviel fürs Erste, über meine weiteren Erfahrungen werde ich Euch natürlich auf dem Laufenden halten!
TPTV Integration Weekend
Stefano 29.Oktober, 2007 @ 05:56 Abgelegt unter: Technischer Vertrieb
Nachdem ich bereits ein wenig aus meinem Arbeitsalltag und meinem Weg zu BOSCH informiert habe, möchte ich diesmal von TPTV (Traineeprogramm Technischer Vertrieb) Integration Weekend berichten.
Das Integration Weekend ist eine Veranstaltung der Trainees im Technischen Vertrieb und findet einmal jährlich statt. Bei dieser Veranstaltung treffen sich aktuelle und ehemalige Trainees um gemeinsam ein Wochenende zu verbringen. Bei der diesjährigen Veranstaltung wurde das Audi Museum in Ingolstadt sowie die Audi A3 Produktion besucht. Im Anschluss daran wahren wir in Österreich Wildwasser-Raften und haben die Stadt Salzburg besucht. Vor allem für Neueinsteiger wie mich ist diese Veranstaltung sehr hilfreich um Trainee-Kollegen und Ehemalige zu treffen und auf diesem Wege Kontakte zu knüpfen. Organisiert werden diese Wochenenden von aktuellen Trainees.
Das diesjährige Integration Weekend begann für mich am Freitagmorgen um kurz vor sieben am Stuttgarter Hauptbahnhof. Dort habe ich mich mit zwei anderen Trainees getroffen und wir sind gemeinsam mit dem Auto nach Ingolstadt gefahren. Nachdem wir uns dort mit den anderen Teilnehmern getroffen hatten, haben wir das Audi Museum besichtigt. Es war wirklich beeindruckend, vor allem die Modelle aus den Anfängen als die Marken NSU und Horch noch eigenständig existierten. Nach dem gemeinsamen Mittagessen haben wir dann die A3 Produktion besichtigt und an einem Vortrag zum Thema CO2 Reduktion teilgenommen. Anschließend haben wir uns wieder gemeinsam auf den Weg nach Haimingen in Österreich begeben.
In Haimingen angekommen haben wir dann gemeinsam den Abend verbracht. Ein Super Gelegenheit um beim Abendessen und danach, viele interessante Gespräche zu führen und Kontakte zu anderen Trainees zu knüpfen. Am nächsten Morgen sind wir dann, nach einer viel zu kurzen Nacht, ins Abenteuer gestartet. Unter der Betreuung von erfahrenen Guides haben wir uns ins Wildwasser-Abenteuer gestürzt. In Booten mit jeweils 6 bis 9 Personen haben wir die tosenden Stromschnellen der Imster Schlucht bezwungen. Ende September eine verdammt “kühle” aber auch spaßige Angelegenheit. Vollzählig und ohne Verluste sind wir nach dem Mittagessen dann gemeinsam nach Salzburg gefahren, haben den Abend gemeinsam verbracht und am Sonntag die Heimreise angetreten.
Insgesamt war es ein anstrengendes, ereignisreiches und interessantes Wochenende an dem ich viele neue und nette Menschen kennengelernt habe. Auf diesem Wege auch noch mal vielen Dank an die Organisatoren für die einwandfreie Arbeit. Wie Ihr seht besteht das Trainee-Leben nicht nur aus Arbeit sondern auch aus solchen Veranstaltungen die den Alltag zusätzlich “bereichern”.
Stationswechsel
Tobias 12.Oktober, 2007 @ 04:08 Abgelegt unter: Informationstechnik
Ein interessanter Aspekt des Trainee-Programms ist sicherlich, dass man in den zwei Jahren regelmäßig die Abteilung wechselt. Dies halte ich für einen der größten Pluspunkte des Programms. Denn so hat man gleich zu Beginn des Berufslebens bei Bosch die Möglichkeit verschiedene Abteilungen und Prozesse kennenzulernen. Obwohl sich alle Abteilungen an den gleichen Richtlinien orientieren, entdeckt man doch immer wieder Dinge die in den Abteilungen anders gehandhabt werden. Somit hat man die Möglichkeit über den Tellerrand der eigenen Abteilung hinauszuschauen.
Weiterhin wechselt man mit der Abteilung meist auch das Themengebiet, so dass man sich mit neuen Aufgabenstellungen befassen darf. Dadurch kann man sich fachlich breiter aufstellen und einen besseren Überblick über die verschiedenen Bereich bekommen. In diesem Zusammenhang muss man allerdings auch einen kleinen Nachteil, zumindest für technische Trainees, ansprechen: Durch die relativ kurzen Stationen ist es meist nicht möglich sich tief genug in eine Aufgabe einzuarbeiten um für große langlaufende Projekte in Frage zu kommen. Dieser Nachteil wird in meinen Augen durch die genannten Vorteile jedoch mehr als kompensiert.
Ein weiterer positiver Aspekt der Stationswechsel ist auch, dass man neue Bosch-Standorte kennenlernt. Wobei die Auslandsstation sicherlich das Highlight darstellt. In dieser Station bekommt man nicht selten die Möglichkeit in eines der aufstrebenden asiatischen Länder zu wechseln und hat die Gelegenheit eine völlig andere Kultur innerhalb der Bosch-Welt kennenzulernen.

