Mein Highlight
Verena 1.April, 2011 @ 07:20 Abgelegt unter: Controlling / Logistik, Allgemein
Hallo liebe Blogleser,
nachdem ich Euch im letzten Beitrag geschrieben habe, was ich in meiner ersten Station erlebt habe, geht es heute weiter entlang meines Stationsplans.
Ein kleiner Exkurs gleich zu Beginn: Die Stationsplanung im JMP läuft bei jedem Teilnehmer ein wenig anders, abhängig vom Schwerpunkt, vom Geschäftsbereich, von den jeweiligen Mentoren. Grundsätzlich gilt aber, dass jeder die Chance hat, mit zu gestalten und seine Wünsche zu äußern. Eine Chance, die man auch nutzen sollte!
Meine zweite Station habe ich auf meinen Wunsch hin ebenfalls in Hildesheim in der Werkslogistik verbracht. Dies bot für mich einige Vorteile: Zum einen weil ich die Logistikabteilung in Hildesheim als besonders spannend wahrgenommen hatte, zum anderen weil ich das Werk nicht nur aus Sicht des Controllings, sondern auch aus der Perspektive einer anderen Abteilung kennenlernen wollte. So konnte ich zwar im gleichen Umfeld bleiben und von den Kontakten im Werk profitieren, gleichzeitig aber ganz andere Fragestellungen bearbeiten.
Entsprechend ging es auch direkt los, wobei das Thema Bestände meine Aufgaben stark prägte. Neben der Erarbeitung von Maßnahmen zur Bestandsreduzierung, der Bewertung von Einsparungspotentialen und der anschließenden Maßnahmenumsetzung, standen auch Analysen verschiedener Bestandsszenarien und -prognosen im Fokus. Diese Aufgaben boten mir auch die Chance als kaufmännische JMP einen Einblick in das Bosch Produktions System zu gewinnen (ähnlich dem Toyota Produktionssystem). Am Ende meiner Station konnte ich sogar Auditor beim Selbstaudit sein.
Nach vier Monaten in der Werkslogistik ging es dann ziemlich kurzfristig zum absoluten Highlight meines Junior Management Programs - der Auslandsstation! Ursprünglich sollte es für mich nach Campinas, Brasilien gehen. Auf Grund eines kurzfristigen Bedarfs durch eine Mutterschaftsvertretung wurde ich allerdings gefragt, ob ich auch nach Mexiko gehen würde. Trotz der kurzen “Vorbereitungszeit” von etwa zwei Wochen, wollte ich die Chance nutzen, in Toluca richtig operativ zu arbeiten. Meine Flexibilität wurde definitiv belohnt!
Neben vielen Aufgaben des Tagesgeschäfts, war ich vor allem mit Projektkalkulationen für neue Produkte in Nordamerika beschäftigt.
Hierfür galt es die richtigen Annahmen zu treffen, die entsprechenden Informationen rechtzeitig von allen betroffenen Abteilungen einzuholen, diese zu plausibilisieren und schließlich die Herstellkosten zu kalkulieren und damit die Wirtschaftlichkeit des neuen Produktes zu bewerten. Da das entsprechende Ergebnis Grundlage für strategische Entscheidungen des Managements sein kann, mussten außerdem entsprechende Entscheidungsvorlagen erarbeitet werden.
Nach und neben der Arbeit habe ich natürlich die Zeit genutzt um Mexiko als ein unglaublich spannendes Land zu erleben! Toluca ist eine Industriestadt ca. 1 Stunde von Mexico City entfernt und damit ein ziemlich guter Ausgangspunkt für Wochenendausflüge oder einen etwas längeren Urlaub. Zwar war die Situation auf Grund des Drogenkriegs ein wenig angespannt, ich persönlich habe allerdings keinerlei negative Erfahrungen im Zusammenhang mit der Sicherheitslage gemacht und konnte eine traumhafte Zeit in Mexiko verleben!
Mitte September 2010 ging es dann mit einem weinenden (Mexiko war einfach wirklich genial!) und einem lachenden Auge wieder Richtung Deutschland und damit nach Schwieberdingen ins Geschäftsbereichscontrolling. Dazu im nächsten Post mehr!
Eure Verena
Schön war die Zeit…
Tobias 18.Dezember, 2008 @ 06:17 Abgelegt unter: Informationstechnik
Nachdem ich mir nun eine längere Auszeit genommen habe, will ich euch mal berichten, wie es mir die letzten Monate ergangen ist. Gegen Ende meines Indien Aufenthalts wurde es noch einmal richtig stressig, da mein Projekt in die heise Phase ging und ich noch viele Dinge erledigen musste, damit ich es mit gutem Gewissen den indischen Kollegen überlassen konnte.
Nach meiner Rückkehr nach Deutschland habe ich mir eine kleine Auszeit gegönnt und bin anschließend voller Tatendrang in meine letzte Station im IT-Vertrieb gestartet. Der IT-Vertrieb ist die Schnittstelle zwischen den Bosch-internen Kunden und den IT-Abteilungen. Eine der Hauptaufgaben ist es die verschiedenen Kundenanforderungen zu erkennen und zu sammeln und somit aufwändige Doppelentwicklungen zu vermeiden. Allerdings war mein Aufenthalt in der Abteilung nur von kurzer Dauer, da ich schon zu Beginn ein Jobangebot aus der Abteilung meiner ersten Trainee-Station erhielt. Da mir die Arbeit in der Abteilung sehr gut gefallen hatte, habe ich sofort zugegriffen. Somit bin ich seit Anfang November auf meiner Planstelle, auf der ich ein Projekt im SAP Umfeld betreue.
Abschließend kann ich sagen, dass die Trainee Zeit eine sehr tolle und lehrreiche Zeit war. Wobei bei mir sicherlich der Aufenthalt in Indien der Höhepunkt war. Aber auch in Deutschland konnte ich durch das Programm zahlreiche Kontakte knüpfen und viele verschiedene Bereiche sehen.
Bleibt mir nur noch euch allen Frohe Weihnachten und einen guten Rutsch ins neue Jahr zu wünschen!
Arbeitsalltag
Tobias 26.März, 2008 @ 03:21 Abgelegt unter: Informationstechnik
Nachdem ich nun seit über zwei Monaten in Indien bin und mich gut eingelebt habe, hier ein kleiner Bericht über meinen Arbeitsalltag. Nach dem Aufstehen stürze ich mich zunächst einmal in den Verkehr um zu meiner Arbeitsstelle zu gelangen. Die liegt in einem Hochhaus an der Hosur Road im Süden von Bangalore. Die Hosur Road ist berühmt berüchtigt in Bangalore, da sie die einzige Verbindung zwischen dem Stadtzentrum und der „Electronic City“ ist. In der „Electronic City“ unterhalten unzählige westliche und indische Firmen ihre Softwareschmieden. Das Ergebnis ist, dass die Hosur Road praktisch ständig überlastet ist und man während der Hauptverkehrszeit gute 10 min pro km einplanen kann.
Um dieses Problem zu beheben wird über dieser Straße gerade eine weitere Straße gebaut, ein sogenannter Flyover. Diese sollte inzwischen fertig sein, aber wie bei den meisten großen Infrastrukturprojekten wurde der Fertigstellungstermin erst einmal für ein paar Monate nach hinten verschoben. Somit werde ich die Vorzüge des Flyovers definitiv nicht mehr erleben. Stattdessen, plane ich weiterhin jeden morgen 25 Minuten für die drei Kilometer zur Arbeit ein.
In den Bürogebäuden angekommen, merkt man eigentlich keinen großen Unterschied zu deutschen Büros. Lediglich die Liftboys in den Aufzügen sind etwas gewöhnungsbedürftig. Überhaupt sind einfache Arbeitskräfte in Indien so billig, dass an Servicepersonal nicht gespart wird. Der größte Unterschied zu den Deutschen Großraumbüros ist, dass ich hier in einem Cubicle sitze. Also in einem kleinen viereckigen Kasten, den sich bis zu vier Mitarbeiter teilen. Die indischen Kollegen sind auch sehr nett und haben mir die Eingewöhnung so einfach wie möglich gemacht.
Im Unterschied zu Deutschland sind die Arbeitszeiten mehr in die Abendstunden verschoben. Dies liegt daran, dass viel mit Deutschland kommuniziert wird, was wegen der Zeitverschiebung nachmittags oder abends stattfinden muss. Als kleinen Bonus gibt es dafür jeden Abend um 17:45 Uhr Snacks in der Kantine. Das Kantinenessen ist im Gegensatz zu Deutschland frei, dafür gibt es allerdings kein Fleisch, da viele Hindus Vegetarier sind. Die entgangene Fleischration kann ich aber zum Glück abends in den unzähligen Restaurants für wenig Geld nachholen. ![]()
Bin ich Tropen tauglich?
Janica 22.Januar, 2008 @ 01:57 Abgelegt unter: Personal
Diese Frage stellte sich mir bzw. vielmehr stellt sie sich die Berufsgenossenschaft. Wer länger als drei Monate für einen Arbeitsaufenthalt unter besonderen klimatischen und gesundheitlichen Belastungen entsandt wird, muss diese Untersuchung nachweisen. Erst wenn von einem für die Untersuchung ermächtigten Arzt die gesundheitliche Unbedenklichkeit bescheinigt wird, ist der volle berufsgenossenschaftliche Versicherungsschutz gewährleistet. So viel zu den Richtlinien. Da es für mich nach Mexiko geht, bin auch ich dazu verpflichtet mich der so genannten G35 (Tropentauglichkeitsuntersuchung) zu unterziehen. Also kam zu meinem Impfmarathon diese Untersuchung hinzu. Erstmal Blutabnehmen, um neben einem kleinen und großen Blutbild gleich noch den AIDS-Test zu erledigen. Mit den Ergebnissen bewaffnet, ging es letzte Woche für mich an den Standort Feuerbach, wo wir den entsprechend ausgebildeten Werksarzt haben. Bevor ich dort zum Gespräch ging, besuchte ich noch die Werkstatt in der ich letzten Juli meinen Fertigungsaufenthalt absolviert habe. Es hat Spaß gemacht alle wieder zu sehen und es war wirklich ein großes Hallo als ich am Band auftauchte J. Auch wenn es VOR der Arbeit echt verdammt früh war ;-)
Das Gespräch mit dem Arzt war nach für mich positiven Ergebnissen außerdem noch mal interessant. Er gab mir nützliche Tipps zu Themen wie Malaria, die in einigen Teilen Mexikos verbreitet ist oder auch Essverhalten, um „Moctezumas Rache“ zu entgehen…Insgesamt bin ich froh, dass ich bei Bosch auch im gesundheitlichen Bereich so ein Rund-um-Beratungspacket bekomme! So weiß ich wenigstens, dass ich über ausreichenden Impfschutz verfüge…
Fazit: Ich habe mich von „meiner“ Werkstatt verabschiedet und ich bin Tropen tauglich… es kann quasi losgehen!
Hasta pronto,
eure Janica
Abenteuer Indien
Tobias 21.Januar, 2008 @ 07:08 Abgelegt unter: Informationstechnik
Tja, aus meiner großspurigen Ankündigung im letzten Blog, dass es nächste Woche neues gibt ist leider nicht viel geworden. Statt einer Woche hat der nächste Blog Eintrag nun doch geschlagene sieben Wochen auf sich warten lassen. :-/ War in dieser Zeit ziemlich im Stress, was natürlich keine Entschuldigung ist, da die paar Minuten für den Blog ja schon noch drin sein sollten.
Jedenfalls habe ich Anfang Dezember nach meinem sehr lehrreichen und empfehlenswerten Werkseinsatz wieder an meinem Projekt in der Entwicklungsabteilung weitergearbeitet. Dieses konnte ich wie geplant eine Woche vor Weihnachten abschließen. Nebenher liefen die Planungen für meinen Auslandsaufenthalt in Indien schon auf Hochtouren. Leider wurde relativ früh klar, dass er angepeilte Termin Anfang Januar nicht mehr einzuhalten war, so dass wir alles um zwei Wochen nach hinten verschoben haben. Als Resultat bin ich noch zwei Wochen länger bei der Entwicklungsabteilung geblieben und habe mich in dieser Zeit damit beschäftigt ein Altsystem auf Vordermann zu bringen.
Natürlich mussten nebenbei die vielen Dinge (Visa, Krankenkasse, Steuern, Gepäck, Zahnarztbesuche um nur einige zu nennen) für Indien erledigt werden. Nach zwei Wochen, also letzen Samstag, nachdem ich mein letztes kleines Projekt beendet und mein Abschlussgespräch stattgefunden hatte, ging es dann endlich los mit dem Abenteuer Indien.
Indien wurde übrigens deshalb gewählt, da wir im IT-Bereich eine große Anzahl Entwickler in Indien beschäftigen. Wie viele andere Firmen hat auch Bosch als indischen Standort die IT-Hauptstadt Bangalore ausgewählt.
Nach einem fast neunstündigen Flug kam ich am Sonntagmorgen um 3 Uhr Ortzeit in Bangalore an. In meinem Apartment angekommen gönnte ich mir zunächst ein paar Stunden schlaf, bevor ich von meiner Haushälterin die erste Tour durch den Stadtteil erhielt. Dabei konnte ich zum ersten Mal den Stadtverkehr in Indien erleben (siehe Foto). Im Gegensatz zu uns haben Fahrzeuge auf der Straße immer Vorfahrt, auch an Fußgängerüberwegen, und schrecken auch nicht davor zurück von diesem Recht gebrauch zu machen. Da es außerdem keine Fahrspuren gibt und die unzähligen Zweiräder wild durcheinander fahren, erfordert es schon etwas Geschick die Straße ohne Schaden zu nehmen zu überqueren. Zum Glück ist das Bosch Areal nur fünf Minuten von meinem Apartment entfernt, so dass ich nur eine größere Straße überqueren muss.
Natürlich könnte ich noch viele weitere Eindrücke von Indien erzählen, aber dass hebe ich mir fürs nächste Mal auf. Diesmal wird es auch keine sieben Wochen dauern, versprochen!
Ein kleiner Tipp noch zum Abschluss: Falls ihr jemals in Bangalore landet und ein Inder vom „Trolley Service“ reist euch euren Koffer aus der Hand um ihn aus dem Flughafengebäude zu rollen, dann gebt ihm keine 240 Rupien (ca 4,50 €) dafür. Dass wäre ungefähr so, als ob ihr einem Taxifahrer in Deutschland für 500 Meter 100 € in die Hand drückt und sagt: „Stimmt so!“. Angemessen wären vielleicht 20 Rupien gewesen. Zu meiner Verteidigung muss ich sagen, dass ich etwas übermüdet war und Ihn noch von 20 € runtergehandelt habe. ![]()
Noch 7 Wochen bis zum Abflug
Janica 14.Januar, 2008 @ 05:03 Abgelegt unter: Personal
Hola! Qué tal?
Nun ist das Jahr 2008 da und viele Zeichen stehen auf Mexiko. Ein Teil meiner aktuellen Aufgaben zählt bereits zur Vorbereitung auf meine Auslandsstation. Ich finde es richtig gut, dass ich in dieser Zentralabteilung auf mein zukünftiges Projekt vorbereitet werde und so im Land entsprechend eingesetzt werden kann. Ich denke, dass ich in der operativen Arbeit als Personalreferentin im Ausland denkbar ungünstig aufgehoben wäre, da ich aufgrund der sprachlichen und kulturellen Barrieren viele Aufgaben nicht erledigen könnte. In meinem Projekt werde ich da sicherlich mehr bewegen können, so dass für beide Seiten ein gewinnbringender Mehrwert entsteht.
Neben der inhaltlichen Vorbereitung auf meine Projekte stehen aber auch die sprachlich-kulturelle und die administrative Vorbereitung auf dem Plan. Da ich durch meinen Au Pair-Aufenthalt in Spanien schon über Spanischgrundkenntnisse verfüge, nehme ich zur Auffrischung gerade ein paar Einzelstunden. Ich fühle mich glatt ein wenig in die Schulzeit zurück versetzt, weil ich jedes Mal Grammatik-Hausaufgaben bekomme :-) Aber so bleibt in den Stunden mehr Zeit, um wirklich zu sprechen. Möglich ist der Sprachunterricht, weil Bosch uns im Rahmen des Traineeprogrammes nicht nur ein Weiterbildungsbudget, sondern auch ein Sprachbudget zur Verfügung stellt. Dieses kann ich in Eigenregie vor und während des Auslandsaufenthaltes nutzen. Ob ich es nun in Sprachunterricht investiere oder ein kulturelles Training besuche bleibt mir im Rahmen des Budgets selbst überlassen.
Und dann der administrative und zugegebenermaßen recht nervtötende Teil: was muss ich wann erledigen? Was ist mit dem Handyvertrag? Will ich ihn kündigen oder doch lieber stilllegen? Bis ich da erstens den richtigen Ansprechpartner bei der Hotline erwischte und zweitens das richtige Formular erhielt, war ich schon am Rande meiner Nerven angekommen
Nun ist alles abgeschickt und ich warte gespannt darauf, ob es funktioniert! Ich muss euch wahrscheinlich nicht erläutern, was das gleiche Thema bei der GEZ, dem Fitnessstudio etc. bedeutet. Anscheinend ist es kaum zu verstehen, dass ich für sechs Monate nach Mexiko gehe und noch nicht sicher bin, welcher Standort danach kommt….Aber der Ausblick in sieben Wochen Ciudad de Mexico (Mexico City) zu erkunden, entschädigt mich für diese notwendigen Übel :-)
So, ich werde mich nun mal weiter um meine Aufgaben kümmern und heute Abend noch ein paar unregelmäßige Verben pauken.
Hasta pronto,eure Janica

