Startegischer Einkauf auf der Schillerhöhe
Can 26.Oktober, 2009 @ 02:38 Abgelegt unter: Einkauf
Nach meiner spannenden Zeit in den USA stand als nächste Herausforderung eine Trainee-Station im Zentraleinkauf auf der Schillerhöhe an.
Der Einkauf bei BOSCH wird neben den einzelnen Geschäftsbereich auch zentral durch den Zentraleinkauf gesteuert. Hier werden neben indirekten Materialen auch unsere Materialfelder (z.B. Drehteile, Kunststoffteile, etc.) über alle Geschäftsfelder konsolidiert betrachtet und strategische Handlungsfelder und Vorgehensweisen definiert. Für alle Einkaufstrainees ist eine Station im Zentraleinkauf obligatorisch. Hier hat man eine sehr gute Gelegenheit, einen Einblick in alle Geschäftsbereiche zu gewinnen und bei der Gestaltung der globalen Lieferantenstrategie mitzuwirken.
Obwohl meine Zeit hier sehr kurz war, konnte ich sehr viel über Verhandlungsstrategien lernen und unsere Facheinkäufer wirkungsvoll bei den Jahrespreisverhandlungen unterstützen.
Besonders die Mitarbeit bei der Entwicklung unserer Lieferantenstrategien in Verbindung mit sinkenden Umsatzvolumen war eine große Herausforderung.
Klar ist, dass wir den Konsolidierungsprozess unserer Lieferantenbasis konsequent vorantreiben müssen, um Potentiale bei den Materialeinkaufskosten zu erschließen.
Neben den strategischen Themen werden im Zentraleinkauf die BOSCH Einkaufsprozesse als Richtlinien definiert und in den einzelnen Geschäftsbereichen als Verfahrensanweisungen ausgerollt. Die Kommunikation der Richtlinien an die Geschäftsbereiche kann in einem Dokument erfolgen und/oder mit einer Schulung der einzelnen Fachreferenten in den jeweiligen Geschäftsbereichen. In diesem Zusammenhang war es auch mein Aufgabe ein webbasiertes Schulungskonzept zum Thema “Integrated Supplier Assessement (ISA)” zu entwickeln. ISA ist ein Tool, das eine standardisierte Bewertung der Leistung unserer Lieferanten in Bezug auf verschiedene Beurteilungskategorien ermöglicht.
Im Hinblick auf unsere langfristig und partnerschaftlich ausgelegte Lieferantenstrategie können wir hiermit mögliche Weiterentwicklungspotentiale bei unseren Lieferanten ermitteln und durch Feedbacks zu seiner Leistungsverbesserung beitragen.
Leider ist morgen schon mein letzter Tag im Zentraleinkauf und ich freue mich auf meine letzte Jahrespreisverhandlung auf der Station.
Als nächste und letzte Station im meinem Trainee-Programm geht es ins Controlling, wo ich unsere Kollegen beim alljährlichen Wirtschaftsplan unterstützen werde. Ich bin bereits sehr gespannt, über die Zusammensetzung unsere Planzahlen näheres zu erfahren.
Bis die Tage
Euer Can
Die letzten Tage im Zentraleinkauf
Stefano 29.September, 2008 @ 03:15 Abgelegt unter: Technischer Vertrieb
Olá! caros leitores!
Nach mittlerweile fast vier Monaten im Zentraleinkauf, muss ich demnächst schon wieder Abschied nehmen. Letzte Woche Montag durfte ich die Ergebnisse meiner Südostasien-Recherche Kollegen und vorgesetzten vorstellen. Auch wenn die Vorbereitung einer solchen Präsentation mit viel Arbeit und natürlich auch ein wenig Aufregung verbunden ist, freue ich mich jedes Mal auf diese Ereignisse. Vor allem das Feedback und die Diskussion mit erfahrenen Kollegen sind in diesem Zusammenhang eine unersetzbare und wertvolle Möglichkeit die eigene Arbeit zu reflektieren. Neben der Vorfreude auf die neuen Aufgaben und Erlebnisse in der Auslandsstation, ist der Stationswechsel (wie immer) leider auch damit verbunden sich wieder einmal von netten, freundlichen und hilfsbereiten Kollegen zu verabschieden.
Wie Ihr an der Anrede erkennen könnt, habe ich mittlerweile auch schon die ersten Portugiesisch Stunden hinter mir! Auch alle weiteren erforderlichen Schritte zur Vorbereitung meiner Auslandsstation in Campinas (Brasilien) sind nun fast abgeschlossen. Ein paar Impfungen muss ich noch vornehmen lassen aber dann kann mein Südamerika Abenteuer starten! Am Freitag habe ich meinen letzten Arbeitstag, danach werde ich erst einmal eine Woche Urlaub machen und den restlichen Monat September damit verbringen, meine Portugiesisch-Kenntnisse zu verbessern und erste Einarbeitungstermine hier in Deutschland wahrzunehmen!
In einem meiner ersten Beiträge habe ich bereits vom Integration Weekend im Technischen Vertrieb berichtet. Das IW ist eine jährlich stattfindende Veranstaltung bei der sich aktuelle und ehemalige Trainees treffen und ein gemeinsames Wochenende verbringen. Nachdem ich letztes Jahr nur Teilnehmer war, habe ich das diesjährige Event gemeinsam mit 3 weiteren TV Trainees organisiert. Das Motto unter dem das ganze steht ist: “TPTV Go east – Bratislava 2008″. Damit dürfte klar sein wohin es und dieses Jahr treibt, vom 10. bis 12. Oktober erobern wir die slowakische Stadt an der Donau.
Soviel für erste zu den wichtigsten Ereignissen der letzten Wochen, von unserem IW und allen weiteren Erlebnissen werde ich dann in meinem nächsten Beitrag berichten.
Até logo!
Weiterbildung im Einkauf
Aemen 4.August, 2008 @ 07:27 Abgelegt unter: Einkauf
Gerade komme ich von einem sehr spannenden Lieferantenbesuch zurück.Ich habe einen Lieferanten in Deutschland besucht und mich selber davon überzeugen können, wie wettbewerbsfähig man in Deutschland sein kann, wenn innovative Lösungen eingebracht werden. Das war spannend anzusehen.
Davor habe ich an einem Seminar mit dem Namen “Verhandeln im Einkauf” teilgenommen. Ich kann dieses Seminar empfehlen, nicht nur für Einkäufer. Dort werden nämlich u.A. auch Schlagfertigkeitstechniken beigebracht.
Bsp.: Ihr steht vor einer großen Gruppe und präsentiert die Ergebnisse eines Projektes, von denen ihr überzeugt seid. Nun steht einer der Zuhörer auf und ruft: “Selten habe ich meine Zeit so verschwendet wie heute!” Was tun? In so einer Situation steht man ohnehin unter einem gewissen Druck. In dem Seminar wird beigebracht, wie man trotz solch eines Vorwurfs sachlich bleibt und den Angreifenden in die Verantwortung nimmt. Ich finde erstaunlich, wie einfach dies eigentlich ist.
Erntezeit!
Nicole 2.Juni, 2008 @ 08:34 Abgelegt unter: Marketing / Vertrieb
Das nächste Highlight
Aemen 26.Mai, 2008 @ 09:38 Abgelegt unter: Einkauf
Hallo zusammen.
Seit 1 Jahr und 9 Monaten bin ich nun im Traineeprogramm Einkauf. Langsam aber sicher nähert sich daher (leider!) die Traineezeit dem Ende. Bis Ende diesen Monats bin ich noch im Projekteinkauf bei Bosch Gasoline Systems. Ab nächste Woche geht es für mich auf die abschließende Station im Zentraleinkauf auf der Schillerhöhe. Jeder Einkaufstrainee absolviert dort seine letzte Station. Noch ist es zu früh für eine Zusammenfassung über das Traineeprogramm und für einen kleinen wehmütigen Abschiedsbrief
Daher erzähle ich euch kurz vom nächsten anstehenden Highlight: Nächste Woche findet das halbjährliche Einkaufstraineetreffen statt. Wir treffen uns mit unserem Mentor, dem Einkaufspräsidenten von Bosch, und dem für die Trainees verantwortlichen Referenten für einen gesamten Tag. Los geht die Veranstaltung aber schon am Vorabend mit einem gemeinsamen Abendessen. Diesmal werden wir uns nach dem Vorabend im Stiftungshaus von Robert Bosch treffen und dort den gesamten Tag verbringen. Vielleicht kennt der eine oder andere von euch das Haus?
Dort tauschen wir Erfahrungsberichte aus, erzählen von besonders guten Eindrücken, von negativen Erfahrungen, die verbessert werden sollen, können unsere Fragen loswerden und kriegen auch 1-2 aktuelle Themen aus der Einkaufswelt präsentiert. Bisher war die Veranstaltung immer sehr gelungen und auch informativ. Dieses Treffen ist auch eine super Gelegenheit die neuen Einkaufstrainees kennenzulernen, da wir in Regel gut verteilt in Deutschland sind und uns somit nicht immer über den Weg laufen. Natürlich gibt es neben diesem Treffen genug Gelegenheiten, Trainees auch aus allen anderen Bereichen zu treffen. Eine gute Möglichkeit sind Stammtische, die ca. 1 mal pro Monat an den größeren Bosch-Standorten in den lokalen Bars stattfinden. In diesem Sinne, bis zum nächsten Mal.
Countdown nach Bergfest…
Nicole 17.April, 2008 @ 03:28 Abgelegt unter: Marketing / Vertrieb
Es ist doch jedes Mal dasselbe – zu Beginn denkt man: ein halbes Jahr, 6 Monate, das ist ne lange Zeit und auf einmal sind die ersten 3 ½ Monate vergangen und man weiß gar nicht wie man in den letzten 10 Wochen noch alles unter einen Hut bekommen soll – der Zentraleinkauf ist immerhin schon in der Pilotphase aber in Buenos Aires war ich immer noch nicht….:)
Der Countdown im Buero ist bereits zu spueren - die Zeit rennt. Augenblicklich sind wir in der 2. Pilotphase für den Zentraleinkauf. Vor 2 Wochen haben wir den ausgearbeiteten Prozess (neues Formular, andere Bestellabläufe, fixe Bestellzeiten) mit 6 Werkstätten für 3 Tage ausprobiert. Nach anfänglichen kleinen Stolperfallen und zurückhaltenden Reaktionen der Werkstätten, hat es im Endeffekt recht gut geklappt. Nun haben wir einen zweiten Pilotversuch mit anderen Werkstätten und wenn dieser am Ende der Woche auch so erfolgreich sein sollte, werden wir einen dritten Versuch mit allem Bosch Car Services von EMASERV in Santiago starten, bevor der ganze Prozess dann in das vorhandene System integriert wird.
Das augenblicklich Herausfordernste für mich ist die Werkstätten zu motivieren diesen neuen Prozess zu unterstützen und keine Ausnahmen zu machen (worin Chilenen – wie sie mir selbst des Oefteren mitteilen – die absoluten Profis sind :), denn für sie ist es in dieser Vorphase mehr Arbeit und eine große Umstellung ohne den Mehrwert sofort zu spüren.
Privat rennt die Zeit natürlich genau so, denn wenn man am anderen Ende der Welt ist, möchte man auch ein wenig vom Land sehen. Gerade habe ich durch eine Woche Urlaub den Herbsteinbruch am Ende der Welt – in Patagonien – miterlebt. Dort ist es traumhaft schön und man sieht ein ganz anderes Chile als bisher – zwischen Gletschern, der Magellanstraße und dem Naturerlebnis ‚torres del paine’….
Mein augenblicklicher Traum - Central de Compras!
Nicole 26.Februar, 2008 @ 10:57 Abgelegt unter: Marketing / Vertrieb
Kennt ihr das auch? Wenn man sich längere Zeit mit einem Thema beschäftigt (beim Praktikum, in der Arbeit, beim Lernen in der Uni etc.) dann fängt man mit der Zeit an, auch Nachts davon zu träumen (zumindest geht es mir häufig so J). Und genau dieser Zustand ist bei meiner Auslandsstation in der Zwischenzeit eingetreten. Mein augenblicklicher Traum heißt also: Central de Compras (Einkaufzentrale).
Die Aufgabe stand bereits vor Beginn meiner Auslandsstation fest und somit wusste ich von Anfang an, dass es eine spannende Zeit werden würde. Jedoch (muss ich eingestehen) haben sich meine Vorstellungen in den ersten Wochen vor Ort ein wenig geändert. Aufgrund der Tatsache, dass EMASERV erst wenige Bosch Car Services in Chile hat, hatte ich angenommen, dass ich die Komplexität nach ein paar Tagen überblicke. Aber wie immer – der Teufel steckt im Detail und dies erkennt man meist erst nach einer gewissen Einarbeitungszeit. ‚Meine Details’ lassen sich in 3 Punkten zusammenfassen:
- Die Sprache im Allgemeinen (inkl. der vielen Chilenismen – einen kleinen Eindruck findet ihr unter: http://www.contactchile.cl/de/chile-chilenismen.php)
- Die unendlichen Exceltabellen mit Ersatzteilen von Autos, mit denen ich vorher noch keinerlei Berührungspunkte hatte und meist nicht mal in meiner eigenen Sprache kenne – geschweige denn auf Spanisch
- Die Tatsache, dass das System, welches alle Daten erfasst erst 9 Monate alt ist. Um ein Gesamtbild zu erzeugen, müssen also mehrere Quellen herangezogen werden (und diese sind – falls ich es vergessen habe zu erwähnen – auch auf Spanisch…)
Ich muss zugeben – nach einem ersten Korrigieren der Vorstellungen und Zugestehen, dass vieles einen Lernprozess darstellt, der einfach seine Zeit braucht, geht es immer besser und zügiger voran.
Da der zukünftige Zentraleinkauf hier ein größeres Einsparungspotential aufweist und das Alltagsleben in den Werkstätten durch das Optimieren und Standardisieren der Prozesse vereinfacht werden soll, ist das Interesse auf Managementebene an dem Projekt sehr groß – was die Aufgabe für mich natürlich noch interessanter macht.
Das interessante an meinem Projekt, dem Aufbau eines Zentraleinkaufes, ist auf jeden Fall der Abwechslungsreichtum meiner Aufgaben. Neben den Aufgaben das System nach möglichst vielen Informationen zu durchforsten und Exceltabellen und Preise zu vergleichen, bin ich im regen Kontakt mit allen Produktmanagern (des Bereichs Automobil) von EMASA und auch vor Ort in den Werkstätten, um den Personen dort, vor allem den Einkäufern, über die Schultern zu schauen. Darüber hinaus brauche ich die Unterstützung der Mechaniker, denn sie haben ein enormes Produktwissen.
Somit habe ich, neben kleinen Aufgaben, die hier und da anfallen, die ersten 6 Wochen damit verbracht genau festzuhalten, wie der Prozess in den einzelnen Werkstätten abläuft, um nachher das Positive von allen Seiten zu bündeln und meinen aktuellen Traum - ein ’Central de Compras’ - erfolgreich umsetzten zu können.
CHILE! Andere Erdhalbkugel - andere Arbeitsaufgaben
Nicole 29.Januar, 2008 @ 01:52 Abgelegt unter: Marketing / Vertrieb
Nicht nur die Jahreszeiten (am Wochenende habe ich mich bei ueber 30 Grad am Meer wohl doch ein wenig verbrannt;)) und die Stadt an sich - sondern auch die Arbeit ist hier fuer mich voellig anders als das was ich bisher gemacht habe.
Seit 3 1/2 Wochen bin ich nun in Chile und habe meinen 11. Arbeitstag erfolgreich hinter mich gebracht. Auch wenn es mit dem Spanisch noch etwas spartanisch ist, bin ich bei allen Meetings dabei und bin auch schon in die Details meines Projektes eingefuehrt worden - aber im kalten Wasser lernt sich das Schwimmen ja altbekannterweise am Besten ;)
Hier in Santiago arbeite ich bei EMASERV einem Serviceunternehmen von EMASA - Tochtergesellschaft von Bosch. EMASA ist Handelspartner mehrerer Marken - nicht nur fuer Bosch sondern bspw. auch fuer Thule, Kaercher etc. (http://www.emasa.cl/)Im Gegensatz zu EMASA, das bereits seit mehreren Jahrzehnten besteht, ist EMASERV im April vergagenen Jahres gegruendet worden und ist damit beauftragt, das Netzwerk der Bosch Car Services in Chile weiter auszubauen (http://www.boschcarservice.cl). Um dies moeglichst effizient zu gestalten ist meine Aufgabe einen Zentraleinkauf fuer die Car Services von EMASERV aufzubauen und die augenblicklichen Konditionen zu optimieren. Produkte von Bosch werden natuerlich auch jetzt schon zentral ueber EMASA bezogen aber die restlichen Produkte werden bisher von Werkstatt zu Werkstatt individuell eingekauft. Also heisst es in den kommenden Monaten Einkaufsablaeufe und Preise unter die Lupe zu nehmen, sich mit den technischen Eigenschaften der Produkte ausseinanderzsetzen und eine Logistik aufzubauen…. Wie gesagt - anders als bisher aber super spannend!
Sehr hilfreich ist hier die Unterstuetzung der Kollegen - nicht nur, dass sie viel Geduld aufbringen mit meinen geringen Sprachkenntnissen, sondern sie sind auch staendig bemueht ‘die Blonde’ aktiv zu integrieren…;)

